Gestaltung der Schullaufbahn
Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen in der Sekundarstufe I ihre Schullaufbahn unter besonderer Berücksichtigung individueller Interessen, Neigungen und Fähigkeiten. Einen schnellen Überblick vorab erhalten sie hier
Orientierungssstufe
In den ersten beiden Jahren, der Orientierungsstufe, haben die Schülerinnen und Schüler durchgängig in den Fächern Unterricht im Klassenverband. Dabei wird darauf geachtet, dass sie bei möglichst wenigen Lehrkräften Unterricht haben, damit ihnen der Wechsel von der Unterrichtssituation der Grundschule weniger schwer fällt. So gibt es in der Klasse ein Klassenlehrer-Team, das mehr als die Hälfte des Unterrichts übernehmen kann.
Unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler kann hier noch mit binnendifferenzierenden Maßnahmen aufgefangen werden. So trägt der gesamte Unterricht dazu bei, dass die neue Klasse lernt, sich als Einheit zu erleben.
Fachleistungsdifferenzierung
Ab der 7. Klasse beginnt in verschiedenen Fächern die Fachleistungsdifferenzierung, d. h. die jeweils leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler werden im Erweiterungskurs (E-Kurs) unterrichtet, die anderen im Grundkurs (G-Kurs). Dabei kann eine Schülerin/ein Schüler in einem Fach im G-Kurs, in anderen in E-Kursen sein.
Nach diesem Prinzip werden im 7. Jahrgang zunächst in Englisch und Mathematik Kurse gebildet, ab dem 8. Jahrgang zusätzlich in Deutsch und ab dem 9. Jahrgang in Chemie.
Die einmal erfolgte Kurszuweisung ist dabei nicht auf Dauer festgeschrieben, sondern zumindest bis zur 9. Klasse, in Deutsch und Chemie auch danach, bei entsprechenden Leistungen veränderbar. Deshalb werden auf beiden Kursniveaus die gleichen Themenfelder behandelt, jedoch mit Unterschieden in Bezug auf inhaltlichen Umfang und Übungsintensität, Lernsituationen und –strategien. In den G-Kursen wird stärker auf die Sicherung der Schulabschlüsse der Sekundarstufe I hingearbeitet, in den E-Kursen zu den Anforderungen der Sekundarstufe II hingeführt. Dabei ist der Abschluss, den eine Schülerin/ein Schüler in der Sekundarstufe I erreicht, abhängig von der Zahl der E-Kurse und den erreichten Noten.
Wahlpflichtbereich und Ergänzungsunterricht
Darüber hinaus legen die Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse nach ihren persönlichen Interessen, teilweise auch schon im Hinblick auf ihre Schulabschlüsse und beruflichen Planungen, ein
Fach im Wahlpflichtbereich fest. Es wird 5 Jahre lang als Hauptfach mit schriftlichen Klassenarbeiten unterrichtet.
Es gibt folgende Angebote:
Französisch
Hiermit kann die Abiturverpflichtung – Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache – erfüllt werden.
Naturwissenschaften
Inhalte des Pflichtunterrichtes für alle werden vertieft und erweitert, Experimente stehen im Mittelpunkt des Unterrichts; ab dem 8. Schuljahr kann eine Schwerpunktbildung in einer bzw. zwei Naturwissenschaft/en erfolgen.
Arbeitslehre
In Technik und Haushaltslehre wird nicht nur das praktische Arbeiten vertieft, sondern werden auch Grundlagen beider Fachgebiete theoretisch erarbeitet. Ab dem 8. Schuljahr können sich die Schülerinnen und Schüler für ein Teilgebiet als Schwerpunktfach entscheiden.
Darstellen & Gestalten
Vorhaben werden ästhetisch-kreativ (einbezogen sind die Fächer Kunst, Musik, Deutsch, Sport) geplant, beschrieben, gestaltet und am Ende eines jeden Schuljahres öffentlich präsentiert.
Weitere Angebote im Wahlpflichtbereich
Ab dem 8. Schuljahr kann darüber hinaus Latein als weitere Fremdsprache gewählt werden.
Die Schülerinnen und Schüler, die nicht im Lateinkurs sind, wählen ab dem 9. Schuljahr einen Kurs im Bereich der sogenannten Ergänzungsstunden. Hier gibt es Angebote, die stärker auf bestimmte Berufsfelder bezogen sind.
Im Rahmen des Pflichtunterrichts Arbeitslehre im 10. Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler eine weitere Wahlmöglichkeit: Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaftslehre.
Der Ganztagsbereich umfasst:
Neben dem Pflichtunterricht gibt es eine große Zahl von Unterrichtsangeboten, die die Felix-Fechenbach-Gesamtschule als Ganztagsschule kennzeichnen. Alle Schülerinnen und Schüler haben an einem oder an zwei Nachmittagen unterrichtliche Pflichtveranstaltungen.
In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik gibt es – im wesentlichen in den Jahrgängen 5 und 6 – fachbezogenen Förderunterricht in Kleingruppen, der am Vormittag liegt.
Darüber hinaus gibt es Förderunterricht in diesen Fächern im 8. Schuljahr, parallel zum Lateinunterricht, im 10. Schuljahr Förderunterricht in Naturwissenschaften/Chemie.
Eine weitere Fördermöglichkeit liegt im freiwilligen Besuch der Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag, für die Eltern ihre Kinder anmelden können. Hier werden in einer kleinen Gruppe unter Aufsicht und Anleitung einer Lehrerin/eines Lehrers in Ruhe schulische Aufgaben angefertigt.
Die zweistündige Klassen-Arbeitsgemeinschaft ist für alle Schüler der 5. Klassen eingerichtet. In der Klassen-AG steht - neben der Eingewöhnung der Schülerinnen und Schüler in die neue Schulorganisation – das soziale Lernen im Vordergrund. Ziele sind die Schaffung von Klassengemeinschaft und Solidaritätsgefühl. Die Arbeit in der Klassen-AG wird in den Orientierungsstunden der höheren Klassen fortgesetzt. Aufarbeitung aktueller Probleme in der Klasse, Beratung zu Fragen der Schullaufbahn, vertiefende Beschäftigung mit den Schwerpunkten der Jahrgangsstufe sind Inhalte dieser über die Fach-Stundentafel hinausgehenden Stunden.
Im 6. und 7. Jahrgang wählen die Schülerinnen und Schüler aus einem umfangreichen Angebot für jeweils ein Halbjahr eine Arbeitsgemeinschaft aus. Sie erweitern von ihren Interessen geleitet und ohne Notendruck ihre fachlich-sachlichen und sozialen Kompetenzen und bekommen Möglichkeiten zu sinnvoller Freizeitgestaltung aufgezeigt.
Die Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern anderer Klassen, die hier notwendig ist, bereitet auf die gemischten Lerngruppen in der Fachleistungsdifferenzierung und im Unterricht in den Wahlpflichtbereichen vor.
Angeboten werden vor allem Arbeitsgemeinschaften aus dem sportlichen und musisch-künstlerischen Bereich sowie solche, die sich auf die Gestaltung des Schulgeländes oder Schulprogramm-Schwerpunkt-Themen beziehen, dies können zum Beispiel sein:
Basketball, Fußball, Handball, Tischtennis, Badminton, Selbstverteidigung, Trampolin, Schach, Tanz, Schwarzlicht-Theater, Kunst am PC, Kalligraphie und Comicposter, Gestalten mit Ton, Schulgarten, Chemie in Experimenten, Kochen.
Ab Klasse 8 ist die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften freiwillig. Das Angebot wird u. a. erweitert werden um: Naturfotografie, Spanisch, Rechtskunde und auch einen Erste-Hilfe-Kurs.
Beratung
Alle Schülerinnen und Schüler werden durch ein System von intensiver Beratung begleitet. Diese zielt auf die Persönlichkeit der einzelnen Schülerinnen/des einzelnen Schülers, auf die Laufbahnentscheidungen bzw. Kurswahl und auf die Vielfalt der möglichen Abschlüsse an der Gesamtschule. Schülerinnen und Schülern sowie Eltern steht neben den Klassenlehrer-Teams eine Sozialarbeiterin zur Verfügung, die ggf. den Kontakt zum schulpsychologischen Dienst des Kreises Lippe herstellt.
Während für die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler nach der 10. Klasse der Übergang in die berufliche Ausbildung erfolgt, geht ein anderer Teil in die gymnasiale Oberstufe über. Diese erfüllt zum einen formal dieselben Bedingungen wie alle gymnasialen Oberstufen, hat aber zugleich durch ihre Überschaubarkeit und die intensive Beratung eine besondere Qualität.