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Präambel

Mit dem Beschluss des Gemeinderates von Leopoldshöhe und seiner Genehmigung durch den Kultusminister des Landes NRW im Jahre 1977 wurde eine wichtige bildungspolitische Entscheidung für die Gemeinde Leopoldshöhe getroffen. Denn das ortsnahe Angebot aller allgemein bildenden Schulabschlüsse und die kulturelle Ausstrahlung, die eine Schule gerade für kleine Kommunen haben kann und haben muss, hat über die Parteigrenzen hinweg zu einer Identifizierung mit der eigenen Schule geführt.

Als Sternstunde für die weitere Entwicklung der Schule kann man die Namensgebung "Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe" im Jahre 1989 bezeichnen. Dies bedeutet nicht nur Gedanken an einen aufrechten Demokraten, der als Journalist einer lippischen Tageszeitung mutig den Nationalsozialisten Paroli bot, ihre Absichten entlarvte und dafür bereits im August 1933 sein Leben lassen musste. Sein Name ist Programm für die schulische Arbeit geworden. Nicht zuletzt wird dies durch seine Nachkommen bestätigt, die bei ihren Besuchen die offene Atmosphäre gegenüber Fremden und Fremdem sowie die kritisch-tolerante Einstellung positiv wahrgenommen haben. Aus dieser Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte ist zugleich der kritisch-konstruktive Umgang mit Gegenwart und Zukunft erwachsen.

Die Felix-Fechenbach-Gesamtschule Leopoldshöhe stellt ihren Bildungsauftrag unter das Leitmotiv Zukunftsfähigkeit und möchte ihre pädagogische Arbeit hierauf ausrichten und aus dieser Perspektive beurteilen. Das Leben gegenwärtiger und zukünftiger Generationen in einer lebenswerten Umwelt gilt es ebenso zu schützen bzw. zu ermöglichen wie das friedliche Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft, was nur scheinbar selbstverständlich ist.
Deshalb ist es das Ziel unserer Schule, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Verantwortung für sich, für andere und für die Umwelt zu übernehmen.

Dies kann z.B. auch sehr gut durch eine Partnerschaft mit unserer sehr weit entfernten Partnerschule in Mosambik gelernt werden. Die immer wieder gezeigte Solidarität mit benachteiligten Menschen und ein verstärktes Interesse für ihr Leben und ihre Kultur tragen ebenso wie die Bedeutung des Schulnamens dazu bei, demokratische Einstellungen zu stärken.

Dieses Ziel ist natürlich nur dadurch erreichbar, dass entsprechende Qualifikationen und Einstellungen vermittelt bzw. erarbeitet werden: schulisches Lernen soll insbesondere Kritik- und Urteilsfähigkeit, Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeit sowie Empathie und Kreativität fördern. Dies spiegelt sich sowohl in den allgemeinen Richtlinien wie auch in den Lehrplänen aller einzelnen Fächer wider. Die dort beschriebenen Aufgaben, Lernziele und Erziehungsaspekte entfalten die vorher genannten Verantwortungsdimensionen und Qualifikationen und führen zu konkreten Anforderungen des Lehrens und Lernens.

Die Umsetzung erfolgt überwiegend im Unterricht der verschiedenen Fächer und Lernbereiche, wird aber schwerpunktmäßig durch fächerübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben sowie außerunterrichtliche Projekte ergänzt.