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Begegnung mit Fremden und Fremdem

Die älteste Schulpartnerschaft existiert seit 1984 mit dem "Collège Jean Moulin" in Saint Gaultier, das nach einem französischen Widerstandskämpfer benannt ist. Was ursprünglich vorrangig der Förderung der jeweiligen Fremdsprache dienen sollte, hat weit mehr erbracht. Das Interesse an den Menschen und deren Lebensweise in dem anderen Land hat auf beiden Seiten Sympathien erweckt, die zu persönlichen Freundschaften führten, die oft über die Schulzeit hinaus Bestand haben. Daraus ist schließlich die Gemeindepartnerschaft erwachsen, die inzwischen einen intensiven menschlichen und kulturellen Austausch vieler Bürgerinnen und Bürger beinhaltet. Ein weiteres Ergebnis ist der Schüleraustausch in der 11. Jahrgangsstufe, durch den jährlich mehrere Schülerinnen und Schüler ein Trimester in Argenton, der Nachbarstadt von Saint Gaultier, verbringen.

Die zweite wichtige Schulpartnerschaft hat ebenfalls ihre Wurzeln im Jahr 1984, als auf Vorschlag der damaligen Schülervertretung die Einnahmen aus einem Schulfest für Not leidende Menschen in Afrika gespendet werden sollten. Durch Vermittlung des (Dritte-) Welthauses in Bielefeld konnte man die mosambikanische Schule in Boroma unterstützen, die sowohl durch die Kolonialzeit wie durch den langjährigen Bürgerkrieg äußerst schlechte Lern- und Lebensbedingungen für 500 Schülerinnen und Schüler hatte.
Die durch Besuche aus Mosambik und durch eine Reise von vier Leopoldshöher Lehrerinnen und Lehrern nach Boroma entstandenen engeren Kontakte führten trotz der großen Entfernung und der schwierigen Kommunikationsmöglichkeiten zu einer Partnerschaft, die insbesondere unseren Schülerinnen und Schülern einen tieferen Einblick in eine völlig andere Welt, Natur und Kultur eröffnet. Mit Begeisterung wurden und werden mosambikanische Künstler, Musiker und Tanzgruppen aufgenommen, deutlich wird dies z.B. in den großflächigen Wandbildern in der Pausenhalle und dem Einsatz afrikanischer Trommeln im Musikunterricht. Sobald dunkelhäutige Menschen in unsere Schule kommen, begegnet man ihnen mit Interesse und Freundschaft. Dies machte es sinnvoll und lohnenswert, diese Schulpartnerschaft noch stärker in das schulische Lernen und Leben zu integrieren, wie es durch die Boroma-Mappe geschieht, die als Lerntagebuch für die gesamte Schulzeit konzipiert ist.

Hinzu kommt seit 2002 die Partnerschaft mit den Schulen in Myslakowice, der polnischen Partnergemeinde von Leopoldshöhe. Gegenseitige Besuche von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern dienen dem Ziel in einem demokratischen Europa ohne Grenzen die Vergangenheit, die durch die Politik Deutschlands zur Zeit des Nationalsozialismus schwer belastet ist, in eine gemeinsame Zukunft zu führen.

Besonders zu den Schulen in den Leopoldshöher Partnergemeinden Saint-Gaultier und Myslakowice haben sich in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Kontakte entwickelt, die zu dauerhaften Freundschaften von Familien geführt haben. Damit wird die Idee eines vereinten Europas am besten realisiert.

-> Siehe auch Menüpunkt Partnerschulen