Unsere Schule:





Suchen:



Anmeldung:

Benutzername

Passwort




Haben Sie Ihre persönlichen Daten vergessen?



Felix Fechenbach
Felix Fechenbach
(aus: H. Schueler:
Auf der Flucht erschossen.
Frankfurt/M. 1984)

Felix Fechenbach

"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden." (Art. 3 GG).
 
Felix Fechenbachs Leben und seine politische Arbeit geben genauso wie das Schicksal seiner Familie ein anschauliches Beispiel dafür, wie nur durch Zivilcourage und Engagement eine demokratische Gesellschaft erhalten werden kann. Als Sohn jüdischer Eltern am 28. Januar 1894 geboren, trat er schon in jungen Jahren für Menschenrechte, Demokratie und Pazifismus ein. In Lippe erwies er sich 1932/33 als entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Selbst als die SA ihn gefangen genommen hatte, blieb er seinen Überzeugungen treu. Er zahlte mit seinem Leben dafür – die Nationalsozialisten ermordeten ihn am 07. August 1933. Seine Frau und die drei Kinder konnten rechtzeitig in die Schweiz fliehen, wo sie als Asylanten bis zum Kriegsende lebten; danach wanderten sie in die USA aus.

Schülerinnen und Schüler der Felix-Fechenbach-Gesamtschule lernen im Laufe ihrer Schulzeit das Lebenswerk Felix Fechenbachs kennen:

Es zeigt ihnen auch in Zukunft, wie wichtig das Eintreten istgegen jede Form von Rassismus,für Menschenrechte wie Presse-, Religions- und Meinungsfreiheit,gegen Nationalismus undfür friedliche und demokratische Konfliktlösungen im Alltag. Die Schülerinnen und Schüler sollen "die grundlegenden Normen unserer demokratisch verfassten Gesellschaft kennen und verstehen lernen, um sie bewusst als Maßstab für eigenes Verhalten annehmen zu können." (Richtlinien Sekundarstufe I Seite 11).

Wie wird ihnen diese demokratische Werteerziehung nahe gebracht?

Felix Fechenbach soll eine größere Bedeutung als bisher in unserem schulischen Leben und Lernen erhalten und deshalb auch in verschiedenen Zusammenhängen vorkommen.

Bereits im 5. Schuljahr begegnen die Schülerinnen und Schüler dem Namen Felix Fechenbach im Rahmen der Kennenlerntage und der Klassen-Arbeitsgemeinschaft.

Ab Klasse 7 thematisiert vor allem der Gesellschaftslehreunterricht sein Leben und seinen Kampf gegen die Nationalsozialisten. Seine politischen Fabeln erlauben z.B. eine solche "Erstbegegnung" in dieser Altersstufe; das übergeordnete Anliegen ist dabei die Menschenrechtserziehung. Auch andere Fächer beteiligen sich daran – etwa durch die Lektüre-Wahl in Deutsch.

In den Klassen 9 und 10 liegt der Gesellschaftslehre-Schwerpunkt in der historischen Aufarbeitung von Weimarer Republik und Machtergreifung; die Berücksichtigung der Rolle Fechenbachs im Lippischen Landtagswahlkampf, als er u.a. auch in Bechterdissen war, stellt einen wichtigen Lokalbezug her.

Unterrichtsvorhaben und Projekte wie etwa eine Aktion gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit tragen dazu bei, die oben skizzierten demokratischen Ziele zu realisieren.